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Nachlese: Eröffnung werkRaum Jugendliche in Tulln

Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft waren anwesend und überbrachten Glückwünsche zur Eröffnung des werkRaums Schwerpunkt Jugendliche in Tulln. Mit dieser neuen Einrichtung reagiert die Psychosoziale Zentren gGmbH auf die steigende Nachfrage nach Unterstützungsangeboten für junge Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind.

Am Mittwoch, den 13. September, setzte die PSZ mit der Eröffnung des werkRaums Schwerpunkt Jugendliche, einen bedeutenden Meilenstein für die Unterstützung von jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen. Zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft waren anwesend, um diesen bedeutsamen Anlass gebührend zu feiern.

Die werkRäume sind Tagesstätten, die sich gemäß dem Niederösterreichischen Sozialhilfegesetz auf die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen spezialisiert haben. Hier haben junge Menschen die Gelegenheit, beim Anbau von Obst und Gemüse mitzuwirken und die Verarbeitung der Lebensmittel in der Küchenwerkstatt kennenzulernen. In naher Zukunft wird das Angebot um das Arbeiten mit Kleintieren erweitert. Darüber hinaus werden die Jugendlichen die Verarbeitung und Vermarktung der von ihnen hergestellten Produkte erlernen. Diese praxisorientierten Aktivitäten fördern nicht nur ihre beruflichen Fähigkeiten, sondern tragen auch zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins und ihrer sozialen Kompetenzen bei und sollen in weiterer Folge den Einstieg in das Berufsleben unterstützen. Der werkRaum Schwerpunkt Jugendliche in Tulln bietet Raum für insgesamt 16 Jugendliche.

Soziale Landwirtschaft als Herzensprojekt
In ihrer Eröffnungsrede betonte Marlene Mayrhofer, Geschäftsführerin der PSZ, die wachsende Nachfrage bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Unterstützungsangeboten und bedankte sich beim Land NÖ für die anhaltende Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung des neuen Projektes.

„Dieses Projekt ist mehr als nur eine Idee, sie ist eine Herzensangelegenheit. Wir sind fest davon überzeugt, dass die soziale Landwirtschaft und unsere professionellen Angebote einen positiven Beitrag zur Förderung der psychischen Gesundheit leisten und den Weg zu einer erfolgreichen sozialen Teilhabe und beruflichen Inklusion ebnen werden. Im Rahmen unserer kontinuierlichen Weiterentwicklung sind wir entschlossen, den Bedürfnissen der Jugendlichen gemeinsam mit unserem Fördergeber, dem Land NÖ, gerecht zu werden", so Mayrhofer.

Wertschätzung und persönliche Worte aus der Politik
Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Tulln, Peter Eisenschenk, bezeichnete die Tagesstätten als Erfolgsmodell, das sich vor allem durch die emphatische Betreuung in schwierigen Lebenssituationen auszeichnet. Eisenschenk nannte etwa die Wichtigkeit sozialer Netze und richtete sich an die jungen Klient*innen, die ebenfalls an der Eröffnung teilnahmen: "Ihr seid wichtig für unsere Gesellschaft."

Bernhard Heinreichsberger, Abgeordneter zum NÖ Landtag, hielt die Festrede in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und überbrachte Glückwünsche. Er unterstrich die hohe Qualität des landwirtschaftlichen Arbeitens und hielt fest: „Die werkRäume sind ein Ort der persönlichen Entwicklung – sie stehen für Entfaltung und Neuerfinden“.

Heinreichsberger sprach über die Chancen, die mit der landwirtschaftlichen Arbeit einhergehen. Dabei wies er darauf hin, dass es bei dieser Tätigkeit nicht nur um das Bearbeiten des Feldes gehe, sondern auch um die Möglichkeit, abzuschalten und eine strukturierte Tagesroutine zu etablieren. Zum Abschluss betonte er die Besonderheit, am Ende des Tages ein Produkt in den Händen zu halten, das durch die eigene Arbeit entstanden ist.

Landesrätin Susanne Rosenkranz wusste um den Wert von Einrichtungen, die junge Menschen nicht sich selbst zu überlassen und wandte sich an die anwesenden Jugendlichen: „Danke, dass ihr euch durchkämpft“. Die Landesrätin zeigte sich auch beeindruckt von dem bisher Erreichten und bezog sich dabei auf die „ersten Früchte der gemeinsamen Arbeit“ der jugendlichen Teilnehmer*innen, die in Form eines Films aber auch konkret in Form von selbst geerntetem Gemüse und eingemachter Marmelade sichtlich stolz an die Gäste überreicht wurde.

Neue Perspektiven für junge Menschen
Vor nur sieben Monaten sei an dieser Stelle ein verlassenes Gebäude gestanden, so Iris Marchart, Leiterin des werkRaums für Jugendliche. Mit viel Geduld und Ausdauer sei im jungen werkRaum heute Leben eingezogen.

Die PSZ eröffnet damit eine einzigartige Einrichtung, die jungen Menschen die Chance bietet, sich in der sozialen Landwirtschaft zu entfalten und neue Perspektiven zu entdecken. Diese wegweisende Initiative biete nicht nur Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit zur beruflichen und persönlichen Entwicklung für Jugendliche, die aufgrund ihrer psychischen Gesundheit derzeit weder eine Ausbildung noch eine Arbeit verfolgen können.

Im Anschluss an die Festreden führten die Jungen Teilnehmer*innen die Gäste durch die Räumlichkeiten. Dabei erfuhren diese mehr über das landwirtschaftliche Projekt und die tägliche Arbeit, die dort stattfindet.

Pressespiegel: 

Bericht in den Niederösterreichischen Nachrrichten

Bericht in den Bezirksblättern Niederösterreich