PHOBILITY AKTIV

Die PSZ GmbH und Betroffene beteiligen sich an der Forschungsstudie zur Entwicklung einer mobilitätsunterstützenden App für den öffentlichen Raum.

Es sind zwischen 10% und 25% der Bevölkerung, die laut Schätzungen aufgrund ihrer psychischen Erkrankung mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und in der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel konfrontiert sind. 

In den Jahren 2015 und 2016 wurde im Rahmen der Forschungsstudie „Phobility“ dieses Thema erstmalig in Österreich wissenschaftlich untersucht. KlientInnen aus den verschiedenen Einrichtungen der PSZ GmbH waren dabei als „ExpertInnen aus Erfahrung“ aktiv mit eingebunden, indem sie ihr Wissen über die unterschiedlichen Barrieren und über individuelle Bewältigungsstrategien für das Forscherteam zu Verfügung stellten.

Aufbauend auf den Erkenntnissen dieser Studie startete nun im Frühjahr 2018 die Folgestudie PHOBILITY AKTIV.

Ziel der Studie ist es, eine Mental Health App zu entwickeln, die mit einem Wearable(z.B. Uhr) kombiniert ist und mit deren Hilfe die Verkehrsteilnahme unterstützt und verbessert werden kann. Die App soll verschiedenste Selbstablenkungs-, Selbstberuhigungs- und Selbstmanipulationstools sowie spezifische Planungs- und Fahrtinformationen bieten, die dabei unterstützen können, die Angstgefühle zu reduzieren und die Kontrolle über situative Einflüsse (z.B. überraschende Fahrstreckenänderungen) besser zu bewahren.

Wie in der Vorgängerstudie wird auch die Studie PHOBILITY AKTIV  mit der aktiven Unterstützung durch ExpertInnen aus Erfahrung durchgeführt. Die PSZ GmbH hat dabei wieder die Rolle übernommen, interessierte StudienteilnehmerInnen zu finden und zu begleiten.

Die Mitarbeit erfolgt im Rahmen von 2 Testphasen.

  • In der Testphase 1 (Juni – September 2018) können von Mobilitätseinschränkung betroffene Personen ihr Erfahrungswissen für die Entwicklung von Inhalten und Design der App zur Verfügung stellen.
  • In der Testphase 2 (Start ist voraussichtlich im Frühjahr 2019) soll die App in realen Verkehrssituationen von Betroffenen auf Alltagstauglichkeit und Verbesserungsmöglichkeiten getestet werden. 

Für diese Testphase werden derzeit noch interessierte Personen gesucht!

Die Entwicklung von App und Wearable soll mit Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Informationen zur Studie bei Karin Rossi ( k.rossi@psz.co.at, ibi wien) oder  Birgit Nagl (b.nagl@psz.co.at, inter.work) sowie auf der Projektwebsite www.phobility-aktiv.at.

Interessierte Testpersonen melden sich ebenfalls bei Karin Rossi oder Birgit Nagl.

 

Die Studie wird unter der Leitung von MAKAM Research GmbH gemeinsam mit dem Fachbereich Verkehrssystemplanung der Technischen Universität Wien, dem AIT Austrian Institute of Technology GmbH, dem Institut für Visual Computing and Human-Centered Technology der TU Wien, der Psychosoziale Zentren Gesellschaft mbH, dem Soziologen Dr. Christopher Schlembach und dem aspern.mobil LAB umgesetzt und vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen der Programmlinie Mobilität der Zukunft der FFG finanziell gefördert.